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Die gemeinnützige Stiftung Rittergut Birkhof ist von Hans-Georg Osterspey gegründet worden um dieses am Niederrhein einmalige Bau- und Naturdenkmal für die Zukunft zu erhalten.


Geschichte des Ritterguts

Das historische Rittergut Birkhof

Zeit für Gutes seit 1846

Die Familie Osterspey-Weidenfeld bewohnt seit Generationen das in Korschenbroich gelegene Rittergut Birkhof. Die erste Nennung erfolgte schon im Jahr 1250. Nachdem die Familie das Anwesen im Jahre 1814 erwarb, wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Gebäude errichtet, wie das klassizistische Herrenhaus mit Vierkanthof, der Anbau im Jugendstil. Es wurde ein historischer Giebelspeicher errichtet, der von dem Architekten Karl Friedrich Schinkel geplant wurde. Das Anwesen steht demgemäß seit 1985 unter Denkmalschutz. Daran angrenzend befinden sich die als Naturdenkmal ausgewiesene Kastanienallee und der geschützte Bestand des englischen Landschaftsparks.




Historische Bilder

Zeitleiste

Die Chronik vom Rittergut Birkhof

1250

Die erste urkundliche Erwähnung des Birkhofs geht zurück auf ein Stiftungsdokument aus Jahr 1250, mit dem das damals noch „Hof Byrcke“ genannte Anwesen von dem Neusser Ehepaar Dülken auf den Deutschen Orden übertragen wurde.

Der Hof verblieb von da an bis zur Säkularisierung aller Kirchengüter während der napoleonischen Besatzung im Jahr 1802 für fast sechs Jahrhunderte im Besitz des Ordens.

1814

Nach dem Ende der napoleonischen Ära erwarb im Jahr 1814 Heinrich Weidenfeld, dessen Vorfahren das Gut bereits seit Generationen als Pächter geführt hatten, den Birkhof.

1839

Fertigstellung des größten Teils der jetzt noch vorhandenen Gebäude der vierflügeligen geschlossenen Hofanlage

1846

In diesem Jahr wurde das Anwesen vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zum landtagsfähigen Rittergut erhoben. Auch wenn vermutet wird, dass die Anlage auf einen fränkischen Hof bzw. mittelalterlichen Rittersitz zurückgehen könnte, ist es erst diese Anerkennung durch den preußischen König, die dem Birkhof zum offiziellen Titel eines Ritterguts verhalf.

1905

Errichtung des Jugendstilbaus mit Ballsaal, Eingangshalle und Wintergarten mit dem dazugehörigen Turm durch Hans-Georg Weidenfeld

AB DEN 1920ER JAHREN

Erstmalig werden gärtnerische Produkte angebaut, nachdem in den früheren Jahrhunderten vorrangig Landwirtschaft und Viehzucht vorherrschte. Die Holländer machten im rheinischen Raum den Anfang, indem sie neben Frühkartoffeln und Blumenkohl auch Tulpenzwiebeln anbauten. Maria Weidenfeld startete daraufhin die ersten eigenen Versuche mit Blumenzwiebeln. Die damalige Rezession verhinderte aber vorerst einen wirtschaftlichen Erfolg.

1934

Nachdem der erste Absatz der Blumenzwiebeln von Tulpen, Narzissen und Hyazinthen über Großhändler erfolgte, ging nun der zweite Schritt in die Endvermarktung. Ein kleiner Katalog wird herausgebracht und regelmäßig deutschlandweit verschickt.

1945

Einschränkung des Anbaus von Blumenzwiebeln durch die Siegermächte, insbesondere der Engländer. Die Ernte wurde requiriert und auf die englische Insel kostenlos zum Versand gebracht.

1948

Beginn des Wiederaufbaus der Kulturen. Durch die Zweiteilung des Landes ging zunächst eine große Anzahl der Kunden verloren. Die Stadtverwaltungen sind hier die ersten Kunden.

1950

Der Privatverkauf kommt wieder in Bewegung.

1970

Eröffnung des ersten Pflanzen-Center auf Rittergut Birkhof.

Als der Verkauf der Blumenzwiebeln über weitere, in den 80er und 90er Jahren eröffneten, Birkhof-Pflanzencenter direkt an den Kunden erfolgen konnte, wurde der Blumenzwiebelversand 1992 eingestellt.

1985

Rittergut Birkhof wird unter Denkmalschutz gestellt.

1986

Beginn der Restaurierung des schinkelschen Wirtschaftsgebäudes. Der einsturzgefährdete Dachstuhl wird neu errichtet. Die übrigen Gebäude werden nach denkmalschützerischen Gesichtspunkten wiederhergestellt. Das Gebäude beherbergt 1987 das Café zum Tulpenfeld (Konditorei Wegel)

Zu dieser Zeit verwandelte sich der Birkhof mit seinen weitläufigen Blumenzwiebelfeldern zu einem beliebten Ausflugsziel, das weit über die Grenzen des damaligen Kreises Neuss bekannt war.

1996

Eröffnung des Golfparks Rittergut Birkhof. Die Anlage umfasst einen 18-Loch-Meisterschaftsplatz und einen öffentlichen 9-Loch-Platz Par-3 Am Römerweg.

Im gleichen Jahr wird auch das Restaurant Rittergut Birkhof eröffnet.

2007

Erweiterung des Golfparks Rittergut Birkhof um einen turnierfähigen 9-Loch-Platz: Am Birkenbusch.

2013

Der Traditionsort "Rittergut Birkhof" – seit vielen Jahren mit Gastronomie, Pflanzen-Center, Golfpark mit PGA-Premium-Golfschule und unvergleichlicher Landschaft – mit seinen historischen Gebäuden, dem Innenhof und dem Herrenhaus mit Jugendstil-Fassade und Glockenturm – fasst die vielfältigen Angebote und Veranstaltungen als anerkanntes Ausflugsziel des Landes NRW unter der Überschrift "Zeit für Gutes - seit 1846" zusammen.

2017

Wurde das letzte noch im Besitz von Hans-Georg Osterspey befindliche Pflanzencenter auf Rittergut Birkhof an einen Pächter übergeben. Dieser hat das Pflanzencenter im Dezember 2019 geschlossen.

2018

Seid dem 15. Juni 2018 ist die von Hans-Georg Osterspey errichtete Rittergut Birkhof Stiftung als selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts anerkannt. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege.

Nach dem Tod Ihres Stifters Hans Georg Osterspey Weidenfeld im Juli 2018 ging Rittergut Birkhof in den Besitz der gemeinnützigen Rittergut Birkhof Stiftung über.